Ein Perspektivwechsel an der Friedrich-von-Ellrodt Mittelschule in Neudrossenfeld

Den 19. und 20.03.2025, werden die Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klasse der Grundschule Neudrossenfeld so schnell nicht vergessen. Denn im Rahmen des Projekts „Rollstuhlbasketball macht Schule – Bewegung verbindet“ bekamen sie die Chance, Inklusion hautnah zu erleben. Mit viel Neugier, Energie und Teamgeist tauchten sie in eine völlig neue Welt ein.

Der Tag begann mit einer spannenden theoretischen Einführung: Was bedeutet eigentlich Inklusion? Anfangs konnten nur wenige eine konkrete Antwort geben, doch schon bald entwickelte sich ein reger Austausch. Die Kinder erkannten schnell, dass es dabei um weit mehr als nur Barrierefreiheit geht – es geht um Gleichberechtigung, gegenseitigen Respekt und vor allem ein Miteinander ohne Vorurteile.

Nach der Theorie folgte die Praxis – unter dem Motto „Erleben statt nur darüber reden“ haben sich die Schülerinnen und Schüler selber im Rollstuhl gesetzt und die alltägliche Herausforderungen kennengelernt. Plötzlich waren normale Dinge nicht mehr so selbstverständlich. Das Navigieren durch enge Türen, das Überwinden von unebenen Gelände oder das einfache Fortbewegen in der Ebene – all das erforderte Geschick und Koordination. Doch anstatt sich entmutigen zu lassen, motivierten sich die Klassen gegenseitig und entwickelten kreative Lösungen.

Nach den ersten Erfahrungen im Alltagsrollstuhl ging es an Tag 2 des Projekts voller Begeisterung in die Sporthalle. Dort wartete das „Highlight“ des Tages: Rollstuhlbasketball auf die Kinder und Jugendlichen. In speziell angefertigten Sportrollstühlen konnten sich beide Klassen austoben, ausprobieren und ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen. Schon nach kurzer Zeit wurde aus Unsicherheit pure Spielfreude. Jeder Pass, jeder Korbwurf und jede schnelle Wendung sorgte für Jubel und ausgelassene Stimmung. Eine weitere Besonderheit des Praxisimpulses war der Besuch des BBC Bayreuth. Denn die beiden Klassen hatten an diesem Tag nicht nur die Möglichkeit – Rollstuhlbasketball zu testen, nein sie konnten analog auch in die olympische Variante des Sports schnuppern.

„Es ist beeindruckend zu sehen, mit wie viel Freude die Kinder sich auf diese neue Erfahrung einlassen. Sie nehmen nicht nur sportliche, sondern auch soziale Kompetenzen mit, die sie hoffentlich ihr Leben lang begleiten“, so Dagmar van Hinte Projektleiterin des RSV.

Mit einem Lächeln im Gesicht und vielen neuen Erkenntnissen verließen die Schülerinnen und Schüler die Halle. Was bleibt, ist nicht nur die Erinnerung an zwei spannende Tage, sondern auch das Bewusstsein, Inklusion ist nicht nur wichtig, Sie macht auch unglaublich viel Spaß.

Leave a Reply