Institut für Fachlehrer

Rollen, erleben, verstehen

Ein abwechslungsreicher und sportlich geprägter Projekttag führte uns am 14. April an das Institut für Fachlehrer. Gemeinsam mit drei Gruppen angehender Fachlehrkräfte durften wir erste praktische Erfahrungen im Rollstuhl sammeln – im Mittelpunkt stand dabei das Rollstuhlbasketball. Ermöglicht wurde der Projekttag durch die Unterstützung des BVS Bayern, mit dem wir unsere Schulprojekte regelmäßig gemeinsam umsetzen.

Schon zu Beginn wurde deutlich: Die Teilnehmenden brachten nicht nur sportliches Interesse mit, sondern auch große Offenheit für neue Perspektiven. Während die ersten Bewegungen im Rollstuhl noch vorsichtig und tastend waren, wandelte sich dies schnell in Neugier und Begeisterung. Es dauerte nicht lange, bis klar wurde: Rollstuhlfahren macht Spaß – und fordert zugleich ganz neue Fähigkeiten.

Ein erstes Fangspiel sorgte für Bewegung, Dynamik und viele lachende Gesichter. Dabei wurde schnell spürbar, dass der Umgang mit dem Rollstuhl auch Nähe und Reaktion erfordert – fast wie beim Autoscooter, nur mit deutlich mehr Kontrolle und Teamgefühl. Die Teilnehmenden gewannen zunehmend Sicherheit und entwickelten ein Gefühl für das Zusammenspiel von Bewegung, Raum und Geschwindigkeit.

Mit dem Ball folgte dann die nächste Herausforderung: sich gleichzeitig fortzubewegen, zu passen und den Überblick zu behalten. Was zunächst einfach klingt, stellte viele vor neue koordinative Aufgaben. Doch genau hier zeigte sich die Stärke der Gruppen – mit Ehrgeiz, Teamgeist und viel Humor meisterten sie auch diese Phase mit Bravour.

Natürlich durfte am Ende das Highlight nicht fehlen: das gemeinsame Rollstuhlbasketballspiel. Hier wurde besonders deutlich, wie unterschiedlich die Gruppen an das Spiel herangingen – von eher vorsichtig bis hin zu sehr dynamisch und engagiert. Dennoch einte alle der gleiche Spaß am Spiel. Es wurde als Team agiert, gemeinsam gespielt und es gelangen immer wieder schöne Korberfolge, die echte Basketballmomente entstehen ließen.

Der Projekttag zeigte eindrucksvoll, wie schnell sich Menschen auf neue Bewegungsformen einlassen können – und wie wertvoll solche Perspektivwechsel sind, gerade in der Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte.

„Gerade für angehende Lehrkräfte ist es enorm wertvoll, selbst neue Perspektiven einzunehmen. Wer Inklusion nicht nur theoretisch versteht, sondern praktisch erlebt, entwickelt ein ganz anderes Gespür für Teilhabe. Wir hoffen sehr, dass die Teilnehmenden diese Erfahrungen später in ihrem Berufsalltag aufgreifen und eigene inklusive Angebote schaffen, die allen Schülerinnen und Schülern echte Teilhabe ermöglichen,“ so Projektleiterin Dagmar van Hinte

Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit dem Institut für Fachlehrer und hoffen, auch in Zukunft weitere gemeinsame Projekte umsetzen zu können.

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