RSV x Bulls

Klare Niederlage gegen den Tabellenführer

Am heutigen Heimspieltag mussten wir uns den RSB Thuringia Bulls deutlich mit 29:114 geschlagen geben. Der Tabellenführer aus Elxleben hat eindrucksvoll demonstriert, warum er seit Jahren zu den dominierenden Teams der Liga gehört.

Uns war im Vorfeld bewusst, dass uns eine extrem schwere Aufgabe erwartet. Als Mannschaft aus dem unteren Tabellenbereich gegen ein internationales Spitzenteam anzutreten, bedeutet, über weite Strecken diszipliniert, strukturiert und mit hoher Intensität zu spielen – nicht, um das Spiel zwingend zu gewinnen, sondern um auf diesem Niveau zu lernen und sich weiterzuentwickeln. Genau diese Konstanz und Klarheit konnten wir an diesem Tag jedoch kaum auf das Feld bringen.

Bereits im ersten Viertel (7:29) wurde der Klassenunterschied deutlich sichtbar. Die Bulls spielten mit hohem Tempo, großer Präzision und enormer Effizienz. Wir fanden defensiv keinen Zugriff, waren oft einen Schritt zu spät und mussten jeden eigenen Punkt hart erarbeiten. Während wir um Abschlüsse kämpften, traf Elxleben hochprozentig und nutzte unsere Fehler konsequent aus.

Im zweiten Viertel (5:31) verschärfte sich das Bild weiter. Wir fanden offensiv kaum Lösungen, verloren zu schnell den Ball oder nahmen schwierige Würfe. Defensiv fehlte uns die Stabilität, um das Tempo der Gäste zu kontrollieren. Die Bulls spielten ihre Angriffe diszipliniert aus und ließen uns keine Räume. Zur Halbzeit war die Partie beim Stand von 12:60 faktisch entschieden.

Auch nach der Pause im dritten Viertel (12:27) änderte sich wenig am Spielverlauf. Wir kamen zu einigen zusätzlichen Abschlüssen und konnten etwas mehr punkten als in der ersten Hälfte, doch defensiv blieb es schwierig. Die Bulls bewegten den Ball schnell, trafen weiterhin sicher und bestraften nahezu jede Unkonzentriertheit.

Im Schlussviertel (5:27) spielte der Tabellenführer das Spiel souverän zu Ende. Während wir weiterhin nach Lösungen suchten, blieb Elxleben konzentriert und effizient bis zur letzten Minute. Der Endstand von 29:114 spricht eine klare Sprache.

Dieses Spiel hat uns deutlich aufgezeigt, wie groß der Abstand zur absoluten Ligaspitze aktuell ist. Gegen eine Mannschaft wie die Thuringia Bulls braucht es über 40 Minuten höchste Intensität, Disziplin und Präzision – Eigenschaften, die wir bisher nicht konstant  auf das Feld bringen können.

Trotz der klaren Niederlage dürfen wir die Ausgangslage nicht aus dem Blick verlieren: Wir spielen als Team aus dem unteren Tabellenbereich in der 1. Liga gegen eines der stärksten Teams Europas. Solche Spiele sind schmerzhaft, aber sie zeigen uns klar, woran wir arbeiten müssen, um uns Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.

Ausblick:

Weiter geht es für uns am 28. Februar mit einem besonderen „Heimspiel“ – diesmal jedoch nicht in der Oberfrankenhalle, sondern in Bamberg. In Kooperation mit unserer zweiten Mannschaft richten wir dort einen Inklusionsspieltag aus und empfangen die RBC Köln 99ers.

Der gemeinsame Spieltag mit unserer zweiten Mannschaft soll nicht nur sportlich ein Highlight werden, sondern vor allem ein Zeichen für gelebte Inklusion und Zusammenarbeit innerhalb unseres Vereins setzen. Wir freuen uns sehr, diesen Rahmen nutzen zu können, um unseren Sport einem breiten Publikum zu präsentieren.

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