Am Dienstag, den 26. Mai, durften wir gemeinsam mit dem BLSV Teil des Abschlussseminars der FSJler im BLSV-Sportcamp in Bischofsgrün sein und dort zwei Gruppen unser Rollstuhlbasketball-Projekt vorstellen. Für die insgesamt rund 25 Teilnehmenden wartete während der Seminartage ein intensives sportliches Programm mit verschiedenen Workshops und Reflexionseinheiten – umso schöner war es für uns, den Perspektivwechsel durch den Rollstuhlsport mit einbringen zu dürfen.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde und Einführung ging es direkt praktisch los. Mit dabei waren dieses Mal neben Dominik auch unser Nachwuchstalent Maurice, der erstmals bei einem Projekt unterstützte und sein bereits erlerntes Wissen direkt an die Gruppe weitergeben konnte. Besonders schön war zu sehen, wie offen und interessiert die Teilnehmenden aufeinander zugingen und wie schnell eine lockere und motivierte Stimmung entstand.
Dabei hätten die beiden Gruppen unterschiedlicher kaum sein können. Die erste Gruppe näherte sich dem Rollstuhl zunächst eher ruhig und vorsichtig. Schritt für Schritt wurde Vertrauen aufgebaut und schnell entwickelte sich ein gutes Gefühl für die Bewegung im Rollstuhl. Nach den ersten Fahrübungen sorgte ein Fangspiel für viel Bewegung und die ersten gemeinsamen Erfolgserlebnisse.
Anschließend kam der Ball dazu – und damit auch die nächste Herausforderung. Denn plötzlich mussten die Arme nicht mehr nur den Rollstuhl antreiben, sondern gleichzeitig ein Ball kontrolliert, gepasst und schließlich auch auf den Korb geworfen werden. Schnell merkten die Teilnehmenden, wie anspruchsvoll Rollstuhlbasketball wirklich ist. Dennoch wurde hervorragend zusammengespielt und es gelangen bereits viele schöne Korberfolge.
Die zweite Gruppe ging die Sache dagegen direkt mit voller Energie an. Berührungsängste gab es hier kaum – die Sportrollstühle wurden mutig ausprobiert und es wurde schnell dynamisch auf dem Feld. Gerade diese Unterschiede zwischen den Gruppen machten den Projekttag besonders spannend. Trotz unterschiedlicher Herangehensweisen hatten beide Gruppen eines gemeinsam: riesigen Spaß, großen Teamgeist und jede Menge Begeisterung für den Sport.
Projektleiterin Dagmar van Hinte zog ein positives Fazit:
„Gerade bei sportlich aktiven Gruppen merkt man schnell, wie offen sie für neue Herausforderungen sind. Besonders schön war zu sehen, wie unterschiedlich die Gruppen an den Rollstuhl herangegangen sind und am Ende trotzdem alle mit dem gleichen Lächeln vom Feld gefahren sind. Genau solche Perspektivwechsel machen unseren Sport und unsere Projekte so besonders.“
Ein großes Dankeschön gilt dem BLSV für die Zusammenarbeit sowie allen Teilnehmenden für ihre Offenheit, Motivation und den großartigen Einsatz auf dem Spielfeld.