Bereits am frühen Donnerstagmorgen, den 19. März, machte sich unser Team des RSV Bayreuth in Zusammenarbeit mit dem BVS Bayern auf den Weg zur Oskar-Sembach-Realschule. Vor Ort wurden wir bei unserer Ankunft von zahlreichen neugierigen Schülerinnen und Schülern begrüßt – die Vorfreude auf den besonderen Projekttag war sofort spürbar.
Zum ersten Mal stand Rollstuhlbasketball auf dem Programm der Schule. In insgesamt drei Gruppen konnten wir über 60 Kinder erreichen und ihnen nicht nur den Sport näherbringen, sondern vor allem einen Einblick in die Welt der Inklusion geben. Dank der Unterstützung des BVS Bayern, der uns wie gewohnt die Sportrollstühle zur Verfügung stellte, konnten die Schülerinnen und Schüler direkt praktische Erfahrungen sammeln.
Nach einer kurzen Einführung in den Umgang mit dem Rollstuhl wurde schnell deutlich, wie unterschiedlich die Kinder an die neue Herausforderung herangingen: Während einige zunächst vorsichtig ihre ersten Bewegungen testeten, zeigten andere von Beginn an großen Mut und fuhren direkt los. Gerade diese Vielfalt machte den Projekttag besonders spannend.
Nach den ersten Fahrübungen ging es zügig in spielerische Elemente über. Ein Fangspiel sorgte für Bewegung und erste Sicherheit im Rollstuhl, bevor anschließend die ersten Übungen mit dem Ball folgten. Durch viele Passübungen und gemeinsames Bewegen auf dem Spielfeld entwickelten die Schülerinnen und Schüler schnell ein Gefühl für das Spiel. Den Höhepunkt bildete schließlich das gemeinsame Rollstuhlbasketballspiel, bei dem Teamgeist, Einsatz und vor allem die Freude an der Bewegung deutlich im Vordergrund standen.
Die Gruppen wechselten dabei fließend, sodass alle Kinder aktiv teilnehmen und möglichst viele Erfahrungen sammeln konnten. Besonders beeindruckend war zu beobachten, wie schnell sich die Schülerinnen und Schüler auf die neue Situation einließen und sich gegenseitig unterstützten.
Wir freuen uns sehr, dass mit der Oskar-Sembach-Realschule eine weitere Schule Teil unseres Schulprojekts geworden ist und diesen inklusiven Projekttag möglich gemacht hat.
Projektleiterin Dagmar van Hinte fasste den Tag treffend zusammen:
„Man sieht schon nach wenigen Minuten, wie aus Unsicherheit Neugier und schließlich echte Begeisterung wird. Genau diese Entwicklung macht unsere Arbeit so wertvoll – wenn Kinder merken, dass nicht das ‚Wie‘ zählt, sondern dass man es gemeinsam macht.“
Ein herzlicher Dank gilt der Oskar-Sembach-Realschule sowie dem BVS Bayern für die Unterstützung und die gelungene Zusammenarbeit. Wir freuen uns bereits auf ein Wiedersehen.